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2011 - Wir halten Rückblick und schauen Vorwärts
Schon schreiben wir den 21. Januar 2012. Fern erscheint mir der anstrengende Dezember 2010. Wir sassen rund um den heissen Sitzofen versammelt. Fast das ganze El Tucan Team. 10 Personen arbeiteten wir in verschiedenster Art in diesem Monat für und bei El Tucan. Die Gestaltung des Jahres 2011 erschien uns als grosse Herausforderung. Wie konnten wir dieses Superjahr 2010 wiederholen?
Allen war uns klar: Mit Freude und Lust!
Als Krippenverkäufer verinnerliche ich mir das Bild der Geburt Jesus. Diese Stimmung der Liebe, des Lichtes, der Brüderlichkeit inspirierte mich zu einem farbigen Bild von Luftballons die gegen den Himmel steigen. An jeden ein Wunsch für unsere Welt geknüpft.
Fröhlich, positiv, zuversichtlich.
Als Neuheit erwartete uns im Januar 2011 der Wochenmarkt in Bern. Jeden Dienstag und Samstag. Plötzlich 80 Markttage mehr, das heisst unsere Marktpräsenz erhöhte sich um 40 %. Ein wenig getrübt war diese Aussicht mit der Verordnung der Gewerbepolizei, nach der wir keine Hängematten auf dem Markt in Bern ausstellen dürfen. Wohl können wir in Wort und Bild auf unsere Hängematten hinweisen, doch Keine aufhängen. Ohne Hängematten! Wird das funktionieren? Wenn man es nicht probiert weiss man es nicht. Nach diesem Grundsatz haben wir entschieden, das Jahr in angriff zu nehmen.
Der Januar als Monat des Aufarbeitens, Ordnen des Vergangenen und Organisieren des Kommenden. Ein kalter Wind wehte in verschiedener Hinsicht über den Markt in Bern, als wir unsere ersten Erfahrungen auf dem neuen Standplatz machten.
Im Februar wurde die Lage in Guatemala prekär, es gab innert kurzer Zeit keine Baumwolle mehr und
ihr Preis erhöhte sich binnen 3 Monaten um mehr
als 40%.
Wie werden wir unsere Stoffproduktion langfristig sichern können. Ist es überhaupt sinnvoll, weiterhin in Guatemala Baumwollstoffe zu produzieren?
Was ist mit der wirtschaftlich rentableren
Produktionsverlagerung nach Indien?
Fair Trade zum halben Preis?
Nein, dies kann sicherlich nicht der Weg sein. Doch in
Guatemala erwarten uns grosse Herausforderungen. Können wir diese Produktion aufrechterhalten und unsere Mitarbeiter zu Löhnen die eine Existenz sichern, beschäftigen? Die Bequemlichkeit in Guatemala, der fehlende Glaube an sich und an die eigenen Möglichkeiten. Sich stetig hinterfragen, an die Machbarkeit glauben. Sich nicht als Opfer zu sehen, sondern als Gärtner des eigenen Ich’s um dieses zum Blühen zu bringen, durch Freude und Lust, unserem Jahresmotto. Ja, dies war eine grosse Herausforderung für unser Arbeiten in Guatemala. Dazu parallel die Veränderungen auf der Welt, das nahende Ende des Mayakalenders in Mittelamerika.
Grundsätzlich ist uns das mit der Freude und Lust gut gelungen, doch der grosse Turnaround in Guatemala war es noch nicht. Viel Fragen bleiben. Woher werden wir langfristig die Baumwolle herkriegen? Wird es uns gelingen, ein genügend grosses Volumen jährlich zu verarbeiten, welches auch für einen Garnproduzenten interessant werden kann? Werden wir die ganze Färberei langfristig qualitativ auf unserem jetzigen Niveau halten können? Sie für eine nachkommende Generation interessant erscheinen zu lassen? Wird die zerbröckelnde Sicherheit in Guatemala ein solches Schaffen überhaupt noch zulassen? Schutzgeldzahlungen im Leben Guatemalas sind alltäglich, offensichtlich und sichtbar.
Wie schützen wir uns und unsere Mitarbeiter?
Mit Freude und Lust werden wir weiter daran arbeiten.
Während wir an diesen Fragen arbeiteten verging die Zeit, ein sonniger Frühling 2011 begann, in welchem sich das neu gestaltete El Tucan Team wunderbar fand.
Andrea in der Babypause, Tamian an ihrer Stelle auf dem Markt. Ein nahtloser Übergang.
Zum internationalen Tag des fairen Handels im Mai liessen wir die Ballone anlässlich einer Standaktion auch in Wirklichkeit in den Himmel steigen. Farbig, positiv, lustvoll war das Bild des fairen Handels welches wir zeigen wollten. Kurz darauf kam unser Besuch aus Mexiko. Juvencia Euan, Produzentin aus unserem mexikanischen Hängematten-Projekt Tetemachu. Was für eine Freude, sie wieder bei uns zu haben. Gleichzeitig auch eine grosse Freude, mit welchem Entgegenkommen sie von den meisten Marktbehörden empfangen wurde. Als grosse Bereicherung des Marktes wurden ihre Produktionsvorführungen angesehen. In den Mittelpunkt gerückt genoss Juvencia sichtbar die Zeit in der Schweiz. Eine blühende, sonnige Frühsommerzeit. Wunderschön auch bei uns im Garten, wo sie sich liebend gerne aufhielt. Jeden Abend und Morgen auf der Schneckenjagd. Für Juvencia ein neues Tier, welches sie kunstvoll mit 2 Ästchen zusammensammelte und mich danach bat, diese doch in den nahen Wald zu bringen. Juvencia half uns auch die grosse Lagerräumung vorzubereiten, welche wir dann im Sommer in angriff nahmen. Unser Lager musste umgebaut werden. Mehr als 20 Jahre El Tucan in hunderten von Kartonkisten verpackt. Arnbeit für Tage und Wochen. Doch als Dank ist El Tucan nun ein Stück weit Atomstromfrei, unser Strombedarf wird teiweise durch Sonnenenergie gedeckt und die neuen Lagerräumlichkeiten sind unglaublich schön. Zum Arbeiten fast zu schön. Durch und durch ein Erfolg. So gestalteten sich auch die Sommermärkte. Aber leider nicht auf unserem neuen Standplatz in Bern. Das Fehlen der Hängematten machte sich in den Verkaufszahlen dramatisch bemerkbar, was uns veranlasste, unsere Präsenz in Bern auf ein Minimum zu reduzieren.
Schon begann der Herbst.
Zuerst die Jahrmärkte, dann die Herbstmesse. Anlässlich der Herbstmesse lässt sich sehr gut das Arbeiten am Stoffprojekt in Guatemala ablesen.
Sind in den Frühlings und Sommermärkten die Hängematten ein tragendes Element, werden in Basel die Stoffe in den Mittelpunkt gerückt. Welch eine Pracht diese Farbenvielfalt.
Der Glanz in den changierenden Stoffen. Die Kompaktheit der Stoffe, welche durch eine Verfeinerung am Webstuhl erreicht wurde. Durch und durch zufrieden? Ja, wenn dieser Perfektionismus nicht schon den Blick in die Zukunft richten würde!
Herausforderungen, wir kommen!
Eine Herausforderung ist für uns auch das Weihnachtsgeschäft. Arbeiten wir gut, kommen wir auch gut durch den Winter und können in unsere Projekte investieren. Zeit und Geld. Diese Projekte, für unser kleines Team überdimensioniert, doch aber das Salz in der Suppe. Das, was El Tucan ausmacht. Und die Ideen gehen nicht aus, sowenig wie die Lust und die Freude.
So gut wir im Laufe des Jahres arbeiteten, so wunderbar war auch das Weihnachtsgeschäft. Viele liebe Kunden, seit Jahren besuchen sie uns in Zürich und Bern. Aus der Nähe, wie aber auch aus der Ferne. Stammkunden aus Irland und Barcelona! Unglaublich. Antrieb um weiter zu arbeiten. An unserem Stoffprojekt in Guatemala, sowie an dem Hängemattenprojekt in Yukatan. Wir schreiben ja mittlerweile wieder Januar, sind am Verarbeiten des Vergangenen und am Planen des Kommenden. Werden wir das unglaublich gute Jahr 2011 wieder erreichen können? Die gleiche Frage wie ein Jahr zuvor. Was wir nun wissen, ist, dass der Markt in Bern ohne Hängematten defizitär ist. Daher baten wir die Berner Gewerbepolizei ihre Verfügung zu überdenken. In den Augen der Mayas beginnt ein neues Zeitalter, hoffentlich für El Tucan das Zeitalter in Bern mit Hängematten. Wir brauchen dies um unser Bauwollvolumen in Guatemala zu erreichen und die Weberinnen in Mexiko weiter unterstützen zu können. Zuversichtlich blicken wir dem Kommenden entgegen.
Wir freuen uns. Vielen Dank an Sie, liebe Kundschaft, dass sie uns unser Arbeiten mit Ihren Einkäufen ermöglichen.
Herzlichst,
Peter Höltschi und das El Tucan Team
Einen guten Start ins neue Jahr
So wie die heilige Familie auf diesem Bild bereit ist, Ihren Weg weiter zu gehen, sind auch wir von El Tucan nach den Weihnachtstagen und dem Start ins neue Jahr bereit, weiter vorwärts zu schreiten. Beflügelt von den vielen schönen Erlebnissen während den Weihnachtsmärkten wie auch durch das ganze letzte Jahr hindurch. Voller Tatendrang nahmen wir am 3. Januar die Markttätigkeiten schon wieder auf. Kaum beendet, neu begonnen. Momentan sind wir jeden Dienstag von 9 Uhr bis 18 Uhr sowie jeden Samstag von 9 Uhr bis 16 Uhr für Sie auf dem Waisenhausplatz in Bern auf dem Markt. Es freut uns sie hier begrüssen zu dürfen. In Mexiko sind Juvencia und ihre Mitarbeiterinnen kräftig am Weben der Hängematten währenddessen Julio Armas in Guatemala die Arbeiten von El Tucans Stoffprojekt koordiniert. Gleichzeitig evaluiert Monika Oeggerli in Bolivien den Aufbau einer Alpacaproduktion, lesen Sie dazu ihren ersten Bericht aus den bolivianischen Höhen. Es ist also doch nicht so, dass wir nur in der Hängematte liegen. Der Tatendrang ist stärker, wir freuen uns darauf, zu bewegen, kreieren und gestalten. Wir wünschen Allen ein gutes neues Jahr. Herzlichst Das El Tucan Team Der El Tucan November 2011Im Laufe eines Jahres gibt es in unserem Marktablauf viele Märkte die aus dem traditionellen Jahresablauf entstanden sind. Die bekanntesten sind bei uns in der Schweiz die verschiedenen Zwiebelmärkte. Aber es gibt auch die diversen Schnittesonntage im Sommer, die Brächeten im Frühherbst oder wie gestern die Madiswiler Rüebechilbi. Der farbige Herbstboden auf dem Basler Petersplatz wurde nun mit vielen bunten Ständen während vieler Stunden Arbeit geschmückt. Zuerst die Muskelarbeit, danach in liebevoller Kleinarbeit. Es freut uns, Sie auch dieses Jahr wieder an unserem Stand an der Herbstmesse in Basel begrüssen zu dürfen. El Tucan an der Herbstmesse: Petersplatz, Stand Nr. 754 Vom 29. Oktober bis 14. November, täglich von 11 Uhr bis 20 Uhr Gleichzeitig finden Sie die El Tucan Farben an folgenden Märkten: Bern Wochenmarkt auf dem Waisenhausplatz; jeweils Dienstag bis 18 Uhr und Samstag bis 16 Uhr Absenzen in Bern: Dienstag; . 15. und 29. November und Samstag; 5. und 26. November Baden, Jahrmarkt, Mittwoch; 2. November 10 Uhr bis 20 Uhr Aarau Rüeblimärt, Mittwoch; 2. November8 Uhr bis 18 Uhr Winterthur, Jahrmarkt, Donnerstag; 3. November 10 Uhr bis 20 Uhr Solothurn Monatsmarkt, Montag; 7. November9 Uhr bis 18 Uhr Frick AG, Montag; 7. November9 Uhr bis 18 Uhr Visp, Mittwoch; 9. November9 Uhr bis 17 Uhr Laupen BE; 11. November9 Uhr bis 18 Uhr Sissach, 16. November9 Uhr bis 18 Uhr Schaffhausen, 16. und 17. November Uster, 25. und 26. November |
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