Jeden Tag, wenn ich auf den Zug warte, sehe ich einem Kind auf einer Plakatwand in die Augen und eine Organisation bittet um finanzielle Unterstützung für Kinder.
Schön, dass so viele Menschen ihr Herz den Kinder öffnen und sie unterstützen. Doch was geschieht mit diesen Kindern wenn sie erwachsen sind, eigene Kinder haben. Sind diese Kinder dann auch auf fremde, finanzielle Hilfe angewiesen?
Meine Gedanken wandten sich den Rechten der Kinder zu, auf Wikipedia findet sich folgendes:
Als grundlegende Kinderrechte gelten:
· Recht auf eine gewaltfreie Erziehung
· Schutz vor Ausbeutung
· Recht auf Bildung
· Recht auf Entfaltung der Rechte der Familie auf Schutz
· Recht auf staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen
· Recht auf Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen
· Recht auf Fürsorge
· Recht auf Ernährung
· Recht auf Partizipation
· Recht auf Meinungsäußerung
· Recht auf Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt
· Recht auf Gesellschaft und Freunde jeder Art
· Recht auf Schule, Ausbildung und Selbstständigkeit
· Recht auf Eigentum
· Recht auf Freiheit
Von unserem Gemeindepfarrer haben wir das Buch der Menschenrechte geschenkt bekommen. Beim durchlesen und betrachten wurde mir wiederholt bewusst, dass der Faire Handel nichts als ein Handel ist, welcher die grundlegenden Menschenrechte einhält.
Diesen Gedanken weiter gedacht, komme ich zu dem Schluss, dass ich mit dem Kauf von Produkten aus dem konventionellen Handel Strukturen unterstütze, die also nicht einmal die grundlegenden Rechte (Menschenrechte) einhalten...
Arbeiten wir daran, den weltweiten Handel so zu gestalten, dass in allen Teilen dieser Erde Produkte erzeugt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Arbeitsplätze, welche mindestens ein Einkommen garantieren, mit welchem jeder Mensch, ob in Afrika, Asien oder Lateinamerika, selbst für seine Kinder sorgen kann. Dass alle Eltern am Abend, wenn sie Ihre Kinder zu Bett bringen und die Bettdecke zurechtrücken, liebevoll dem schlafenden Kind mit der Hand über den Kopf streicheln, wissen, dass sie mit ihrer eigenen Arbeit für die Zukunft ihrer Liebsten Sorgen können.
Wieder schaue ich dem Kind auf der Plakatwand in die Augen, ja ich verspreche dir, wir bleiben dran!
Peter Höltschi
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