Liebe Laila
Natürlich hat Esperanza auch nach dir gefragt! Du bleibst mit deinem offenen Wesen immer im Herzen der Menschen. Die Offenheit, die dir ermöglicht, mit allen Menschen in allen Sprachen zu kommunizieren, ob Spanisch oder Maya, das spielt für dich ja keine Rolle. Am Ende versteht man sich auch ohne Worte.



Wenn ich den Kehricht sehe, der hier überall liegt, am Strassenrand, auf den Feldern, im Bach wie im Fluss, da kommst du mir immer wieder in den Sinn. Weist du noch, in den Ferien, als du gesagt hast, die Erde wäre besser dran ohne Menschen? Ich habe versucht, dir Einwände zu geben, deine Aussage zu entkräftigen. Ich habe gesagt, dass wir Menschen in einem Prozess sind, in welchem wir lernen, den Garten zu hegen und zu pflegen, ihn zu lieben.
An dies musste ich gestern denken, als ich mit Rosa und Santa durch den Wald schritt.

Wir wollten die Aufforstungen anschauen, welche durch das Spring Danse Projekt angelegt wurden. Es roch so gut! Die Bäume, die Sträucher. Immer wieder streifte meine Hand über die Pflanzen und sog den Geruch in mich hinein. Würzig und frisch. Chico, der Sohn von Rosa ist gehüpft wie ein junges Fohlen, auch die beiden anderen Kinder sprangen um die Wette und wir „Alten“ schnauften und keuchten. Es war Balsam für meine Lunge. Dies nach den Tagen in Guatemala City, nach dem Smog und Lärm.
Am zweiten Tag hier in Guatemala machten wir einen El Tucan Ausflug mit verschieden Mitarbeitern auf einen Hügel in Nahuala. Dort wurden im letzten Jahr kleine Bäume gesetzt, dies auch Dank einer grosszügigen Spende eines El Tucan Kunden. Noch sind sie klein, unscheinbar, fast steht man auf sie drauf. Doch eines Tages werden sie gross sein. In ihrem Schatten werden Sträucher und andere Pflanzen wachsen, welche auch so fein duften. Kinder werden springen und hüpfen. Kinder, welche die Gärtner für die neuen Bäume werden.
Dies ist die Hoffnung, der Antrieb vorwärts zu gehen.
In Liebe, Papi
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