El Tucan – Fair Trade und Ökologie
Blog - Zum internationalen Tag des fairen Handels 2008
Fair Trade und Ökologie ist das Thema des diesjährigen internationalen Tages des Fairen Handels.
Für uns von El Tucan zwei Dinge, die Hand in Hand gehen.
Noch verstärkter als im Lebensmittelbereich sind die Produzenten von Kunsthandwerk auch in Lateinamerika Kleinstproduzenten, von ökologischen Veränderungen direkt und sehr stark betroffen.
Denken wir an die Verteuerungen der Lebensmittel in den letzten Monaten.
Oder an das Wasser!
Durch die permanente Entwaldung des Hochlandes in Guatemala sind viele Wasserquellen versiegt und das noch sprudelnde Wasser ist durch die nicht gelöste Abfallentsorgung so verschmutzt, dass das Trinken davon für die Bevölkerung mit erheblichen gesundheitlichen Schädigungen einhergeht!
Das Wasser abkochen ist eine Lösung, das Kaufen in Flaschen die Andere.
Eine 1.5 Liter Flasche Wasser kostet rund 8 Quetzales, ein wenig mehr als ein US Dollar.
Aus der Zeitung La Prensa Libre; Guatemala, Januar 2006
57% der guatemaltekischen Bevölkerung lebt mit weniger als einem 1Us $ täglich.
Angesichts dieser Aussage und Zahlen ist weiteres Schreiben oder Sprechen sinnlos, Handeln ist angesagt!
Aber was ich Herrn Brabek und Nestlé schon immer fragen wollte:
„Wo bleibt bei den riesigen Gewinnen im Wasserverkauf das Recycling der Plastik-Wasserflaschen in den Entwicklungsländern?“
Wir von El Tucan haben dieses Problem schon vor langer Zeit erkannt
und am 21. März 1996 zum Frühlingsanfang mit Freunden in Biel ein Fest durchgeführt, dessen Einnahmen einer Aufforstungsaktion in Guatemala zugute kamen. In Chuicastung motivierte und koordinierte Martin Ajpacaja, Färber und Weber von El Tucan, seine Gemeindemitglieder für diese Aktion. Er stiess auf viel Unverständnis, ja gar Misstrauen.
59'000 Baumsetzlinge wurden unbeirrt von all dessen zwischen1998 und 2005, mit den 3'000 Franken Gewinn aus dem Fest, ausgepflanzt.
Viele dieser Bäume sind heute schon mehrere Meter hoch und helfen mit, die Wasserquellen vor dem Austrocknen zu bewahren.
Die dramatische Verschlechterung der ökologischen Situation und des Wasserbestandes hat das Verständnis für die Wiederaufforstung innerhalb der Dorfgemeinschaft stark verbessert.
Alle damals daran beteiligten Personen erfreuen sich ob dem erreichten.
Dies ist kein Grund, auf dem Erreichten auszuruhen, sondern Ansporn weiterzufahren!
In diesem Sinne haben wir in der Stoffproduktion für El Tucan von Holz auf Gasbrenner umgestellt. Kochbehälter und weitere Techniken verändert. um die gezielte Nutzung der Energie zu verändern.
In diesem Sinne wünschen wir einen fairen, ökologischen Handel
Wie es weitergeht, lesen Sie in den verschieden Beiträgen hier
Peter Höltschi und das El Tucan Team
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